Die Klinik verfügt über fünf Stationen mit insgesamt 51 vollstationären Betten. Auf jeder Station werden Mädchen und Jungen unterschiedlichen Alters durch einen Arzt oder Psychologen psychotherapeutisch-psychiatrisch behandelt. Für die pädagogische Betreuung ist jedem Patienten ein Bezugserzieher zugeordnet.
Neben therapeutischen Einzel- und Gruppentherapien werden Familiengespräche durchgeführt. Pädagogisch-pflegerische Einzel- und Gruppenangebote werden von den Stationsmitarbeitern durchgeführt. Die Fachtherapeuten bieten folgende Angebote an:
Kunsttherapie, Ergotherapie, Bewegungstherapie, Motopädie, Frühsport, Musiktherapie, Selbstachtsamkeitsgruppe, Bildhauergruppe, Klinikzeitung und Reittherapie.
Psychische Störungen und Erkrankungen beeinflussen in der Regel die Interaktion mit anderen und bilden sich daher meistens in der Kontakt- und Beziehungsgestaltung ab. Daher ist die zwischenmenschliche Beziehung unser wichtigstes „Instrument“ in der psychotherapeutischen Behandlung.
Zumeist zeigen sich in der therapeutischen Gemeinschaft rasch ähnliche Beziehungsmuster und Konflikte wie im häuslichen und sozialen Umfeld der PatientInnen. Dabei bilden sich oft bei verschiedenen Mitarbeitern unterschiedliche Aspekte zwischenmenschlichen Erlebens und Handelns ab, die die PatientInnen in ihrer Gesamtheit ausmachen.
Die Aufgabe unseres multiprofessionellen therapeutischen Teams – bestehend aus Ärzten, Psychologen, Erziehern, Krankenschwestern, Heilpädagogen und Fachtherapeuten – ist es, diese unterschiedlichen Aspekte zusammenzuführen, in ihrer Bedeutung zu verstehen und in der therapeutischen Arbeit unseren PatientInnen und deren Familien zugänglich zu machen, so dass neue, zuträglichere Interaktionen und Konfliktbewältigungsstrategien entwickelt und trainiert werden können.
Wir leisten also eine berufsgruppenübergreifende Teamarbeit, die unseren PatientInnen in ihrer facettenreichen Gesamtpersönlichkeit gerecht wird und vielfältige neue Beziehungserfahrungen ermöglicht, die wiederum z. B. im Rahmen therapeutischer Belastungserprobungen in den Lebensalltag der PatientInnen integriert werden.
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